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Junge Liberale: Forderung nach Sonderabgabe für Kinderlose ist abstrus

Die „Junge Gruppe“, ein Zusammenschluss von jungen Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU-Fraktion mit dem Vorsitzenden Marco Wanderwitz, hat eine neue Idee: Sie wollen, dass Kinderlose, ab dem Alter von 25 Jahren, eine Sonderabgabe bezahlen. Die Höhe der Abgabe solle nach der Höhe der Kinderanzahl gestaffelt werden, Kinderlose würden dann voll zu Kasse gebeten, Eltern mit einem Kind müssten noch die Hälfte bezahlen und ab zwei Kindern sei man befreit von der Abgabe. Die Jungen Liberalen Ravensburg/Bodensee halten dies für schlicht abstrus. „Dem Abgeordneten Wanderwitz und seinen Kollegen ist wohl nicht bewusst, dass man nicht alleine Kinder bekommen kann, dafür benötigt es immer zwei Menschen. Das würde doch dazu führen, dass Menschen zur Kasse gebeten würden, die sich einvernehmlich darauf geeinigt haben, (noch) keine Kinder zu bekommen.“, so der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen, Christian Bauer. Interessant erscheint auch die Frage, ob dann auch homosexuelle, transsexuelle und zeugungsunfähige Bürger zu der Abgabe herangezogen werden.
„Die Sonderabgabe hätte den Charakter einer Strafzahlung. Wenn es denn staatsbürgerliche Pflicht ist, Kinder zu haben, stellt der Staat dann Singles auch Leihpartner zur Verfügung, damit man als ordentlicher Staatsbürger die Möglichkeit hat, seiner Pflicht nachzukommen?“, so Bauer weiter.
„Selbstverständlich wird der demografische Wandel für Deutschland auch weiterhin eine große Herausforderung für das Sozialversicherungssystem darstellen, aber in einer Gesellschaft, in der der Staat bestimmte Lebensentwürfe bestraft, möchte ich nicht leben. In einer freien Gesellschaft, wie ich sie mir jedenfalls vorstelle, solle jeder Mensch nach seiner Facon glücklich werden können.“, so Pressesprecher Robin Broll.
Junge Liberale Ravensburg/Bodensee