Die Jungen Liberalen Ravensburg/Bodensee fordern anlässlich des Osterfestes erneut die Abschaffung des Tanzverbotes an Sonn- und Feiertagen in Baden-Württemberg. Respekt und Toleranz gegenüber religiösen Überzeugungen bedeutet nicht nur, Rücksicht auf das Ausleben des Glaubens zu nehmen, sondern auch auf die Menschen, die eine andere Lebensgestaltung verfolgen und gerne auch vor Sonn- und Feiertagen in Tanzbars und Diskotheken so lange feiern wollen, wie sie möchten und das auch an anderen Wochenenden können.

Hierzu erklärt der JuLi-Kreisvorsitzende Christian Bauer (25, Friedrichshafen): „Das Tanzverbot ist nicht mehr zeitgemäß und zwingt vor allem junge Menschen dazu, ihre Freizeitgestaltung auf Grund staatlicher Vorgaben einzuschränken. Und zwar unabhängig davon, ob sie selbst dieser religiösen Überzeugung sind oder nicht. Natürlich möchten wir niemanden von der Ausübung seines Glaubens abhalten, allerdings sollte es für die Befürworter der Einhaltung dieser Besinnungszeit selbstverständlich sein, auch ohne staatliche Verordnung um Mitternacht das Tanzen einzustellen und in die ruhige besinnliche Phase überzutreten.“

Die Jungen Liberalen Ravensburg/Bodensee fordern ein Ende dieser staatlichen Verbotskultur. Bauer hierzu weiter: „Die Ausübung eigener religiöser Überzeugungen rechtfertigt nicht, Andersdenkende in ihrer persönlichen Freiheit einzuschränken.“

Das Tanzen ist im Südwesten derzeit an 18 Feiertagen im Jahr untersagt. Das Kuriose daran ist, dass am Karfreitag und am Karsamstag das Verbot rund um die Uhr gilt, am Ostersonntag aber nur von 3 bis 11 Uhr. Am Karfreitag und am Totensonntag ist neben dem Tanzen auch das Spielen von Musik verboten.

David Weber

David Weber

Kreisvorsitzender